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Zitate

Diese Seite beinhaltet Zitate, Sprüche, Redewendungen, Lyrik, Philosophie und alles Andere, was direkt oder annähernd in diese Definitionen fällt. Es ist eine Sammlung von Aussagen zu persönlichen Grundsätzen und Prinzipien, Lebenseinstellungen und Betrachtungsweisen, und wird sporadisch erweitert, sollte ich zu neuen Einsichten für mich kommen und diese wichtig genug finden, sie in diese Sammlung aufzunehmen. Die Erklärungen hier sind größtenteils einfach und oberflächlich gehalten, um den Rahmen dieser Seite nicht zu sprengen.

- TIM -

 

 Alles kann, nichts muss.

Meiner Meinung nach eine der ultimativen Regeln im Umgang mit anderen Menschen, egal, in was für einer Beziehung man zu ihnen steht, und unabhängig vom Kontext. Niemand sollte jemals überhaupt nur versuchen, jemand anderes zu etwas zu zwingen, was dieser nicht möchte. Wer nun an so was wie „es sei denn, er hat einen guten Grund“ denkt, sollte auch das Dilemma dieser Aussage nicht außer Acht lassen: Wer entscheidet denn, ob ein Grund ein guter oder gar rechtfertigender solcher ist? Da dies eine Ansichtssache ist, stellt diese Regel auch den bestmöglichen Kompromiss dar. Denn eine Beziehung, gleich welcher Art, zwischen zwei Menschen besteht immer zu je einer Hälfte aus den Beteiligten selbst.

 

 Wie man in den Wald hinnein ruft, so schallt es heraus.

Eine weitere zwischenmenschliche Umgangsregel, eher für reaktive Menschen wie mich, die seltener die Initiative ergreifen. Falls man unsicher ist, wie man sich verhalten soll, ist es manchmal keine schlechte Taktik, einfach dem Gegenüber den ersten Schritt zu überlassen und einfach entsprechend zu reagieren. Dies soll natürlich kein Freischein zu absoluter Passivität sein und ist eher situationsabhängig als das erste Zitat, kann aber einen guten Teil der Grundhaltung schnell und simpel erläutern. Es kommt ja auch immer darauf an, wie sehr das betroffene Individuum als Teil der Gesellschaft versteht.

 

 Alles relativ. (Albert Einstein)

Die Kurzfassung einer Ableitung der Grundaussage von Albert Einsteins Relativitätstheorie, weniger auf Physik bezogen als vielmehr stark verallgemeinert, passt sie sich doch immer noch bestens als weiteres Puzzleteil in meine Sicht der Dinge ein. Eigentlich ist es meiner Meinung nach lediglich eine Frage der persönlichen Sichtweise, wie relevant jede beliebige Sache, jede beliebige Person letztendlich ist. Ich glaube nicht daran, dass einen übergeordneten Plan gibt, der zwischen allem einen entsprechenden Zusammenhang herstellt. Wenn man eine Sache lange genug betrachtet und durchdenkt, wird man irgendwann immer an einen Punkt kommen, an dem sie im Kontext einer andere genauso relevant wie irrelevant scheint. Ich bringe das zudem mit der Behauptung in Zusammenhang, zu den Realisten zu gehören.

 

 Niveau sieht nur von unten arrogant aus.

Eher mehr eine kleine, böse Metapher als ein klassisches Zitat beschreibt es doch gut den Eindruck, den ich oftmals auf andere Menschen zu haben scheine. Selbstverständlich ist es nicht einfach, eine fremde Person richtig einzuschätzen. Schon gar nicht auf Anhieb. Daher zielt diese Aussage auch mehr auf die Personen, die sich gar nicht erst die Mühe machen, erst einmal hinter die Fassade zu blicken, bevor sie sich eine Beurteilung gestatten, weil sie zu faul oder schlichtweg zu dumm sind.

 

 Der Weg ist das Ziel.

Eine typische Aussage für Zwillingsgeborene – zumindest finde ich, dass es eine sein sollte. Denn wenn Zwillingen etwas besonders angedichtet wird, ist es das ständige Vorwärtsstreben und drängen nach permanentem Wandel, Abwechslung und Vielfalt. Dinge, denen jeder in seinem Leben mehr oder minder oft und wiederholt begegnet, für einen Zwilling aber eigentlich schon die Essenz seiner Weltanschauung darstellen. Ich für meinen Teil kann mich als einer jener Zwillinge sehr stark mit dieser Aussage identifizieren.

 

 Niemand hat mich gefragt, ob ich leben will – also hat mir auch niemand zu sagen, wie ich leben soll.

Eine kleine trotzige Metapher, die eher in ein Booklet der Ärzte gepasst hätte, ich aber grundlegend auch unterschreiben kann. Vor allem gegen die heute üblichen falschen Moralvorstellungen, die Scheinheiligkeit, die angeblichen „Normen“ und allen anderen Formen von Bevormundung und Raub der Individualität. Sicher mag es Menschen geben, die lieber nach gängigen Konventionen leben wollen oder es gar nur so überhaupt können, jedoch nicht einmal ansatzweise ein für mich interessantes Prinzip.

 

 Sag’ niemals nie. / Es gibt immer einen Weg.

Sinnverwandte Aussagen, die erstere sicherlich spätestens seit dem gleichnamigen Bond-Film jedem bekannt, die nur auf den ersten Blick dasselbe Thema haben. Denn geht es bei der Ersten noch um verschiedene geistige Prinzipien wie den eigenen Horizont und Vorstellungskraft, widmet sich die Zweite mehr der Umsetzung der theoretischen Ansätze der Ersten. Die Hoffnung spielt bei beiden eine maßgebliche Rolle.

 

 Trust No 1. (Fox Mulder, Fiktive Person)

Aus der Fernsehserie „Akte X“ kommt diese Aussage, die ins Deutsche übersetzt „traue niemandem“ bedeutet. Und auch wenn das Misstrauen des fiktiven Sprechers einer Paranoia ganz bestimmter Art entsprang, kann man dies auch wieder sehr gut verallgemeinert interpretieren, ohne gleich als paranoid angesehen zu werden. Letztendlich leben wir in einer Zeit, in der alles von einem Tag auf den anderen vorbei sein kann, was man „früher“ so nicht für möglich gehalten hätte – Freundschaften, Bekanntschaften, Beziehungen. Auch in Anlehnung an „alles relativ“, sieht man sich heutige Statistiken an, die zwischenmenschliche Beziehungen, wie die Ehe oder auch einfache Liebesbeziehungen, auf eine durchschnittliche Dauer von gerade einmal zwei Jahren festsetzen. Zudem sieht man sich auch immer mehr Anfeindungen aus immer banaleren Gründen ausgesetzt. Teilweise auch schlichtweg einfach unbegründet. Wobei eines meiner obersten Prinzipien, aus genau diesem Grund, lautet, sich immer selbst treu zu bleiben und keinen Selbstbetrug zu begehen. Denn einen Menschen braucht jeder, dem er trauen kann. Und sei es nur sich selbst.

 

 Fröhlichkeit ist die Melancholie des armen Mannes, Glücklichsein seine Tiefgründigkeit. Denn glücklich ist nur der, dem keine Alternativen gegeben sind. (Ich)

Eine Grundsatzerklärung meinerseits zu einem sehr komplexen und komplizierten Thema für jemanden, der nicht der „dumm und glücklich“-Fraktion angehört. Glück an sich ist etwas, an das ich nicht glauben kann. Und selbst wenn man einmal „glücklich“, als abgeschwächte Form des ultimativen Glücks, ist, ist es immer ein Zustand von nur geringer Dauer. Ob man Glück nun an eine bestimmte Gegebenheit bindet oder nicht, es ergibt letztendlich keinen Sinn. Denn niemand kann beschreiben, was er darunter denn nun konkret versteht – und ich frage mich somit, wie man auf ein Ziel zusteuern kann, welches man nicht kennt oder definieren kann. Dies bringt darauf basierend auf den Punkt, was ich von der Art Menschen halte, die meinen, „das Glück“ für sich gepachtet zu haben, aber einfach zu dumm sind zu erkennen, dass dem nicht so ist und sie nicht mehr oder weniger sind/haben, als alle anderen auch.

 

 Nur Kinder und einfache Leute mögen lebhafte Farben. (Goethe)

Dies bezieht sich direkt auf die Tatsache, dass ich nunmehr seit meinem sechzehnten Lebensjahr zu fast neunundneunzig Prozent ausschließlich schwarze Kleidung trage, was wiederum gleich eine Vielzahl an Gründen hat, die jedoch nicht mal eben so in diesem Rahmen hier erklärt werden können, weswegen ich es auch gar nicht erst versuche. Grundsätzlich sehe ich aber einen direkten Zusammenhang zwischen Tiefgründigkeit, Melancholie und dem Schwarztragen, ganz grob angeschnitten. Es war nie eine bewusste Entscheidung meinerseits, es kam einfach. Und wann immer ich mich heute in anderen Farben sehe, fühle ich mich unwohl und es sieht einfach falsch aus – und das in weit schwerwiegenderer Hinsicht als der banalen Gewöhnung daran über die Jahre hinweg.

 

 Carpe diem – Carpe noctem – Carpe nihil. (Johan Edlund)

Lateinisch, zu Deutsch: Nutze den Tag – Nutze die Nacht – Nutze nichts. Ich bin mir nicht sicher, was Johan Edlund, Sängern und Kopf hinter der Band „Tiamat“ damit in seinem Fall genau sagen wollte, aber ich verstehe es zum einen als Verallgemeinerung und Ausweitung des üblichen „Carpe diem“ als gleichzeitig auch als schwarzhumoriges „in den Schmutz ziehen“ eben dieses Ausspruchs, der über die Zeit und die heutige, verwaschene Bedeutung so viel von seiner eigentlichen Aussagekraft verloren hat. Es gibt sicherlich aber viele weitere Deutungsmöglichkeiten.

 

 „Wer in einem gewissen Alter nicht merkt, daß er hauptsächlich von Idioten umgeben ist, merkt es aus einem gewissen Grund nicht … (MeinVZ-KKADLS)

Selbsterklärend … oder ihr versteht es aus einem bestimmten Grund nicht … ! ;-)

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