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Back to Business & Update

Nach dem kleinen Problem von gestern Abend und heute Nacht, welches die Positionierung des Menüs auf der Startseite hier betraf, geht es nun wie gewohnt weiter!

Die meisten von euch werden davon gar nichts mitbekommen haben, was den super-schnellen Support von WordPress.com zu verdanken ist! Es lediglich wenige Stunden gedauert, bis geantwortet wurde! Des Weiteren brauchten sie nur zwei Anläufe, um das Problem zu regeln und das noch mitten in der Nacht! An dieser Stelle ein dickes Lob und vielen Dank an die Dame vom Support! :-)

Nebenher gibt es ein großes Update der „Über …“-Seite, dass ich heute Vormittag geschrieben habe. Hinzugefügt wurden vor allem ein paar Absätze zum Gedenken an essentiell wichtige Personen, die mich und mein Leben beeinflussten, mich beeindruckten oder es noch tun und die ich mir teils zum Vorbild gemacht habe. „Gedenken“ meint hier, dass ich leider nicht mehr zu allen Kontakt habe. Meines Wissens weilen sie alle noch unter uns, nur um Missverständnissen vorzubeugen.

RSS-Feeds (Rich Site Summary)

Wer Seiten im Internet mehr oder weniger regelmäßig liest und weiß, wie schwer es mitunter ist, den Überblick zu behalten und nichts zu verpassen, wird sich über diesen Beitrag freuen. Denn mit einem so genannten „RSS-Feed“ ist dies ohne Weiteres möglich!

Ein RSS-Feed sendet, wenn er abonniert wird, neue Beiträge, Änderungen und Ähnliches einer Website direkt an einen kompatiblem Browser, E-Mail-Client (was die meisten aktuellen wie Opera, Firefox, Thunderbird, Internet Explorer oder auch Outlook aber alle können) oder einen speziellen RSS-Feed-Reader. Von Beidem bekommt man freie Versionen im Internet (siehe Linksammlung am Ende des Beitrags).

Nun braucht man nur noch eine Website, zum Beispiel auch meinen Blog hier (die Symbole dafür findet ihr oben rechts auf der Startseite), und muss dort den entsprechenden Feed abonnieren. In der Regel wird das gemacht, indem man einfach auf ein entsprechendes Symbol klickt, und das installierte Programm zum Lesen der Feeds wird dies automatisch erkennen und reagieren.

Linksammlung zum Thema:

Wikipedia.de-Artikel zum Thema RSS

Opera (Browser)
Firefox (Browser)
Thunderbird (E-Mail-Client)

Zwischen den Zeilen

Dies ist einer einzigen Person gewidmet und stellt genauso meine Anteilnahme und mein Mitgefühl dar als auch mein Verständnis und meine Hilfsbereitschaft. Wenn du das hier liest, wirst du wissen, dass du gemeint bist und was es bedeutet.

Du weißt, nachts ist es nicht nur kälter draußen und dunkler, man fühlt sich auch einsamer. Nicht einsam, denn jedes Gefühl ist jederzeit bei uns wenn auch vielleicht durch andere überlagert, sondern einsamer, als es am Tage der Fall ist. Mit der Nacht und der Dunkelheit assoziieren wir die Angst vor dem Unbekannten, dem Unsichtbaren. Dem Feind, dem wir uns nicht stellen könnten selbst wenn wir wollten und in dem Wissen ihm nicht gewachsen zu sein. Ein Feind in uns drin. Und letztendlich, wenn wir eine Zeit darüber nachgedacht haben, stellen wir fest, dass wir selbst der unbekannte Feind sind, denn diese Angst ist eine irrationale; sie existiert nur in unserem Kopf.

Als du dich vorhin verabschiedet hast musste ich daran denken, denn ich weiß, wie du dich nun fühlst. Allein in deinem Bett, allein und doch wieder nicht. Allein mit dir selbst und doch auch mit dem unsichtbaren Feind, einer Angst, die keinen Grund hat, keine Ursache. Eine Angst, die man nicht bekämpfen kann, weil sie nicht existiert. Eine Angst, der du dich nun stellen musst. Und auch wenn es nicht die Nacht ist oder die Dunkelheit oder das Unbekannte, die dir momentan das Herz schwer machen, so ist es doch die Einsamkeit. Und weißt du was sie mit der Angst gemeinsam hat? Sie existiert nur in deinem Kopf.

Diese Wunde, die du erfahren hast, ist längst am verheilen, da die Ursache nicht mehr besteht und nun somit auch die Symptome heilen können. Niemand hat gesagt, dass so eine Genesung an nur einem Tag oder über Nacht erfolgen kann. Und ich weiß, dass du das weißt. Es braucht Zeit. Und wie auch immer dir deine Entscheidung nun vorkommen mag, es gibt kein richtig oder falsch, kein gut oder schlecht. Es gibt nur dich und deine Entscheidung, frei von jeder Bewertung. Wichtig ist nur, was du fühlst; auch, wenn dass für den Moment irreführend klingen mag so wirst du feststellen, dass sich die Wahrheit über deine Gefühle früher oder später aus den Falten der Zeit schälen wird, die vor dir liegt. Und, ja, es wird der Moment kommen, an dem du das auch so klar wirst sehen können.

Bis dahin möchte ich, dass du dich nicht vor deinen Gedanken versteckst, denn du kannst nicht etwas verarbeiten, das du gleichzeitig unterdrückst. Lenk dich ab, lass mich dir dabei helfen, nutze die Möglichkeiten die sich dir bieten um diese Zeit angenehmer verstreichen zu lassen. Versteck dich nicht und block nicht jeden ab, denn nicht jeder ist nur daran interessiert, dich auszunutzen, zu missbrauchen oder zu verletzen.

Du weißt, dass ich jederzeit für dich da bin und du dich jederzeit an mich wenden kannst, wenn du meinst, es nicht alleine zu schaffen. Aber ich kann dir meine Hilfe nur anbieten; annehmen musst du sie selbst. Riskier’ es einfach mal! Oder habe ich dir bisher jemals einen Grund gegeben, dass Risiko eines Einsatzes zu bereuen? Ich denke nicht.

Ich hab‘ dich sehr lieb, weißt du? Alles wird gut.

Leben V2.0

> Booting ……….]

> [Accessing Database] [Found Boot-Image] [Version=2.0]
> [Image Selected] [Loading Image] [Done]
> [Starting Engine V10.0.0.5] [Done]
> [Starting Visuals V6.04] [Done]
> [Starting Audio V3.4] [Done]
> [User-Log-In Required]

Enter Pasword:

************

> [Password Accepted] [Access Granted]
> Welcome back, Commander!

So oder so ähnlich würde man das ausdrücken können. ;-) „Das Phoenix-Prinzip“ wäre auch ein möglicher Name für diesen Beitrag. Vielleicht kann der Eine oder die Andere sich schon etwas beim Titel im Kontext mit den ersten Sätzen denken. Vielleicht aber auch nicht. Also fange ich ganz von vorne an: es war ein Gestern, aus heutiger Sicht …

… und zwar das gestrige Gestern, wie ihr sicherlich schon vermutet. Ein Tag von denen, die es eigentlich nicht geben sollte. Nicht geben in sofern, dass er eigentlich nicht stattfand und somit ein wenig Lebenszeit sinn-frei verschwendet wurde. Da mir aber Effizienz und innere Ausgeglichenheit wichtig sind, kann ich so etwas nicht akzeptieren.

Ich saß den ganzen Tag in meinem Arbeitszimmer. „Herum“, sollte man noch hinzufügen, muss man aber nicht. Genau so sah auch mein Plan für gestern aus: ich hatte keinen. Die meiste Zeit habe ich darauf verschwendet, mir zu überlegen, was ich tun könnte. Ich hätte lesen können, musste ich aber nicht. Ich hätte etwas spielen können, musste ich aber nicht. Ich hätte schreiben können, musste ich aber nicht. Ich hätte lernen können … merkt ihr was? Kennt jemand dieses Szenario, wenn man nach der Arbeit nach Hause kommt und weiß, man hat noch so und so viele Stunden zeit, bis man schlafen gehen muss, die man möglichst effektiv nutzen möchte, aber die meiste zeit darauf verschwendet, darüber nachzudenken, wie man das anstellt anstatt einfach mit irgend etwas erst mal anzufangen? Nein? Whatever.

Ihren besonders bizarren Charakter bekam die Situation vor allem dadurch, dass ich mit einem neuen Rechner und einem ganzen Haufen neuer Technik dort saß und eigentlich von der ersten bis zur letzten Minute des Tages hätte beschäftigt sein müssen. Wer mich kennt, weiß, da ich eine extrem hohe Technik-Affinität habe; das aber nur erklärend am Rande. Trotzdem war ich gestern nicht wirklich mit etwas beschäftigt. Abgesehen davon, dass hier ein anderes Prinzip greift, welches die Schwierigkeit beinhaltet, sich für eine Sache zu entscheiden, wenn man viele gleichwertig positive Optionen hat (ja, manchmal bin ich sehr entscheidungs… „unfreudig“), war gestern einfach die Luft raus, um es auf den Punkt zu bringen.

Nach einer gefühlten Ewigkeit entschloss ich mich erstaunlicherweise für etwas, was ich schon einige Zeit zu lang – wie ein paar andere Dinge – vor mir herschiebe: Training. In meinem Fall bedeutet das Krafttraining. Und, was soll ich sagen? Es hat funktioniert! Kaum war ich mit dem Training, was sich im Rahmen hält, wenn ich nach längerer Zeit wieder anfange, fertig, schlugen meine Lebensgeister wieder artig Funken.

Was hat das alles aber nun mit dem Thema dieses Beitrags zu tun? Ganz einfach: nachdem ich mein „Leben“ , gemeint ist in diesem Fall der private Teil, im letzten Zeit-Jahr auf ein Minimum zurückgefahren habe, viel mir zum ersten mal wieder auf, dass ich es besser haben könnte. Und das etwas fehlt. Und ich auch etwas vermisse. Daher habe ich mir direkt vorgenommen, wieder aufzunehmen, was ich habe fallen lassen.

Und, seien wir ehrlich: so etwas kostet Mühe! Aber eigentlich nehme ich das mit einer Zufriedenheit zur Kenntnis, die man normalerweise erst beim Ergebnis empfinden sollte. Aber ich bin Zwilling; der Weg ist mein Ziel. Und ich habe wieder etwas, dass mich fordert und das ich nicht einfach mal so eben erledigen kann. Also werde ich mich wieder aktiver mit den Menschen um mich herum befassen, wieder mehr ausgehen, wieder mehr aktive Tätigkeiten machen, beim Training bleiben (für meinen Geschmack kann meine Figur das definitiv vertragen, ihr Querulanten! „Gut“ ist nie „gut genug“!), und so weiter und so fort.

Schauen wir mal, wie das nun wird …

Buchprojekt: Seelenstaedt

Oft genug habe ich mich selbst vor die Frage gestellt, wann ich denn endlich einmal ein Buchprojekt wirklich ernsthaft angehen will. Einmal zu oft sah ich mich mit dieser Frage durch Freunde und Bekannte konfrontiert. Und die bisherigen Versuche kann man auch schon nicht mehr an einer Hand abzählen. Nun ist es jedoch soweit: es hat begonnen!

Wie der Titel dieses Beitrags schon erahnen lässt, habe ich mir bereits etwas ausgedacht. Meist ist es so, dass ich viele Ideen habe, es aber an der Motivation zur Umsetzung mangelt. Worüber ich nun beginnen möchte euch zu erzählen, ist jedoch ganz neu. Ich werde versuchen, Dinge, die mich selber an Geschichten fesseln, und Dinge, die mir im Leben wichtig sind, zu kombinieren. Zudem werden viele kleine Details mit eingeflochten werden, die mir hier und da positiv aufgefallen sind. Es ist also durchaus möglich, dass ihr einen Wesenszug an einem meiner Charaktere oder einen der Orte erkennt oder sie euch zumindest vertraut erscheinen! ;-)

Das Konzept sieht vor, in bestimmtem Rahmen einzelne Geschichten zu erzählen, die jedoch in ein und derselben Umgebung und mit gleichen als auch neuen Charakteren stattfinden. Alles in allem, sofern ich es denn diesmal umzusetzen schaffe, wird letztendlich eine Reihe von Geschichten ergeben, die chronologische und inhaltliche Zusammenhänge aufweisen. Einige Charaktere und Orte werden fast immer darin auftauchen, andere nur sporadisch und wieder andere nur einmalig. Die erdachte Welt wird dafür nach und nach erweitert werden.

Um euch das Warten auf das Ergebnis ein wenig zu erleichtern, werde ich einige meiner Charakterstudien und Beschreibungen der einzelnen Orte hier vorab veröffentlichen, während ich plane. Derzeit ist noch alles in meinem Kopf und keine Zeile geschrieben, dennoch kann ich euch bereits ein wenig verraten. Die Beschreibungen hier werden sich in einem oberflächlichen Rahmen mit erklärendem Charakter halten, um nicht zu viel vorab zu verraten.

Update: Es gibt mittlerweile eine eigene Seite für das Projekt unter Seelenstaedt.WordPress.com

Literaturwunschliste Februar 2008

Bücher kaufe ich in der Regel nicht nach Autor. Selten auch nach Titel. Meist kaufe ich Bücher nach den kurzen Inhaltsangaben auf der Rückseite oder der Umschlaginnenseite. Nie habe ich bisher Bücher aufgrund der Kritiken anderer gekauft, da das für mich selbst nichts aussagt. Ich kenne den Geschmack des Kritikers nicht und ich weiß nicht, ob er meinem ähnelt und mir seine Aussagen somit überhaupt etwas sagen können.

Aber es gibt immer ein erstes Mal, sagt man. Ich hatte mein erstes Mal in diesem Kontext vor ein paar Tagen auf Spiegel.de, dem Onlineportal SpiegelOnline (siehe Links). Das Werk, über das berichtet wurde, nennt sich „Generation Doof“. Ich brauchte nur den Namen des Buches lesen und konnte mir breit grinsend schon einen Teil des Inhalts denken. Generell geht es um eines meiner absoluten Lieblings- und Hassthemen! Hass allerdings nicht auf das Thema selbst sondern seinen Inhalt bezogen. Ich habe noch wenig recherchiert, wie ernst oder humorvoll das Ganze nun verfasst ist, jedoch ist dies definitiv Buch Nummer 1 auf meiner persönlichen Wunschliste! Da ich es aber noch nicht gelesen habe, will ich zum Inhalt erst mal weiter nichts sagen. Vielleich gibt es später eine Kritik dazu hier.

Generation Doof

Heute, weswegen ich mich auch zu diesem Beitrag verleitet sah, folgte das zweite Schlüsselerlebnis, was Buchempfehlungen durch fremde Quellen angeht: Charlotte Roche! Ja, ja, einige werden nun die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, aber ich denke, wir tun der Dame Unrecht (bei wem es noch nicht geklingelt hat, der sollte einmal das große Wiki-Orakel befragen). Ihr Buch trägt den Titel „Feuchtgebiete“ und wurde heute zweiseitig auf SpiegelOnline im Rahmen eines Interviews mit der Autorin vorgestellt. Alleine das Interview an sich birgt schon einen ganzen Haufen Schmunzler, wie ich finde. Am Ende war mit tatsächlich danach, aufzuspringen, Beifall zu klatschen und es im Grundgesetzbuch der Bundesrepublik Deutschland verewigen zu lassen! :-) Ich bin mir auch in diesem Fall nicht sicher, was mich letztendlich genau im Buch erwartet, aber ich freue mich tierisch darauf. Auch möchte ich neben dem verlinkten Interview mehr nicht zum Inhalt sagen; auch hierzu wird es gegebenenfalls eine Kritik geben.

Feuchtgebiete

Kritik: Beloved Enemy – Enemy Mine

Wie würde eine Mischung aus einem toten Luciano Pavarotti und einem toten Elvis klingen, wenn sie Frontmann in einer Gothic-Metal-Band wäre? Genau: wie „Dead L-vis“, Frontmann beim den Newcomern von „Beloved Enemy“.

Und das klingt vielleicht bizarr, ist es bei näherer Betrachtung vielleicht auch, aber in einem sehr positiven Sinne. Da ich ein sehr Vocals-Orientierter Zuhörer bin, steht und fällt meine Entscheidung über die Qualität eines Albums maßgeblich mit diesem Faktor. Und ich habe lange nichts mehr gehört, was mich von vornherein so eingenommen hat! Dead L-vis, auch vorher schon bekannt unter dem Pseudonym „Ski-King“, sieht in seiner Rolle aus, als wenn Frankensteins Monster sich entschieden hätte, Sänger zu werden. Groß, breit und füllig in der Statur, übersät mit Tattoos und Piercings sowie passendem Haarschnitt und doch sehr sympathisch, sensibel und kraftvoll wankt der Hüne durch die Musikvideos der Band, die mittlerweile auch auf Videoportalen wie YouTube begutachtet werden können (gleiches gilt für ein paar Live-Mitschnitte seiner Solo-Auftritte als Ski-King).

Ich stimme hier mit den Stimmen im Netz überein, die ihm neben seinen gesanglichen Qualitäten auch eine überdurchschnittliche Befähigung zum Entertainer angedeihen lassen. Sei es nun in der eher ernsteren Rolle als Dead L-vis oder der partyorientierten des Ski-King. Zum Hauptinstrument des Mannes – seiner Stimme – kann man auch etwas sagen, muss man aber nicht. Denn ich tue mich schwer damit, hierfür die passenden Worte zu finden. Im Rahmen von Musik sagt hier wohl auch anhören mehr als tausend Worte.

Auch der Rest der Bandmitglieder macht einen durchaus mehr als fähigen Eindruck, kommt dieser aber nicht so überraschend daher wie bei deren Frontmann, denn die meisten sind schon länger mehr oder minder erfolgreich in der Musikbranche tätig gewesen. Gekonnt wird die restliche Band im Hintergrund gehalten um den nicht geringen Charme des Frontmannes ins Zentrum zu rücken, ohne jedoch völlig im Hintergrund zu verschwinden. Betrachtet man sich das Ergebnis in den Songs und den Videos, so merkt man sofort, dass hier langjährige Erfahrung im Spiel ist und die Band an sich wirkt eher wie alteingesessen als wie auf ihrem Debütalbum.

Mir persönlich gefällt besonders die Power-Ballade The Other Side, welche ein schönes Wechselspiel aus sehr stimmdominanten Parts und dann wieder ausschließlich instrumentellen hören lässt. Zu jedem Zeitpunkt, auch bei allen anderen Songs (wenn meist auch ungleich weniger ruhig), wird es verstanden, die Besonderheiten der Stimme mit dem richtigen Sound zu hinterlegen, ohne dass sie sich in die Quere kommen oder ungünstig überlappen, was bei aktuellen Metal-Produktionen nicht selten störend auffällt. Trotz einem „No Filler – All Killer“-Album möchte ich diesen Song wärmstens als Einsteiger in die düstere, harmonische und kraftvoll vorgetragene Soundwelt von Beloved Enemy empfehlen.

Beloved Enemy - Enemy Mine

„Kaufempfehlung durch und durch! Nicht nur für typische Elvis-, Johnny Cash- und Gothic-Metal-Fans.“

Band Beloved Enemy
Album Enemy Mine
Offizielle Website www.BelovedEnemy.com/
Zusätzliche Infos Wikipedia
Laut.de
Bewertung 5/5 Punkten

Nachts

Nachts ist alles anders. So verworren und ziellos das Leben am Tage manchmal auch ist, so klar und deutlich erscheint es mir nachts. Wenn es nicht mehr nötig ist, den Panzer zu tragen, der einen unbeschadet durch den Tag bringt und vor all den unvorstellbaren Schrecken bewahrt, die mit grausamster Banalität täglich auf einen einstürzen. Alltag nennt die Gesellschaft das; Stillstand, Resignation und Abgestumpftheit nenne ich das. Mehr oder minder stimmt wohl beides – gemessen daran, ob man lieber abschaltet oder hinterfragt.

Des Nachts jedoch, wenn es still wird und alles zur Ruhe kommt, fällt auch langsam diese lähmende Lethargie von einem ab und der kreative Kern fängt wieder an sich zu drehen. Zumindest ist das bei mir so. Man sieht wieder klarer, entflieht den (leider?) notwendigen Mauern um einen herum. Ist wieder mehr Mensch als Monster. Lässt die Dinge von außen wieder herein … ungefilterter. Und die Dinge von innen wieder heraus … ungefilterter. Es fällt mir dann leichter, ein wenig der mir so exotisch erscheinenden Extrovertiertheit zu zeigen.

Manchmal hilft ein heißer Kaffee mit viel Sahne und Zucker, manchmal jedoch … wie sang es noch Falco zu seinen Lebzeiten so bedeutungsschwanger ob seines kurz darauf folgenden Todes: “ … muss ich denn sterben, um zu leben?“ Aber: wer hat schon die Zeit und Energie mal „eben so“ zur Hand, um konsequent und hingebungsvoll dem Phönix-Prinzip zu folgen?

Vielleicht klingt dieser gedankliche Ansatz recht apokalyptisch. Andererseits hängt das aber wohl auch sehr davon ab, was man für eine Einstellung zum Leben – und zum Tod – hat. Angst? Nein, Angst trifft bei mir nicht zu. Genauso wenig wie Depressivität, die doch so sehr in ist derzeit. Genau so wenig ist es Pessimismus, der mir persönlich doch hin und wieder unterstellt wird (jedoch bin ich Realist, liebe Freunde, ihr vergesst nur all zu leicht, dass ihr die Optimisten seid und somit auch nur subjektiv empfindet).

So sehr ich mein Leben mag, so sehr ich mir manchmal wünsche, dass manche Dinge nie enden, so sehr weiß ich auch, dass nur dann, wenn man auch den schönsten Moment ziehen lassen kann, wenn seine Zeit gekommen ist, man auch nur dann die Ausgeglichenheit, die Balance, erreicht, die notwendig ist, um die Dinge gelassen zu sehen. Oder objektiv(er). Um eine eigene, innere Ausgeglichenheit zu erreichen. Um die Dinge zu sehen, wie sie sind, und als das, was sie sind (und nichts davon war je für die Ewigkeit gedacht). Erst, wenn man genauso innig und leidenschaftlich ins Chaos steuern und einfach loslassen kann, wie man zuvor geordnet seine Dinge vollbrachte, erst dann kann man erreichen, was gemeinhin als Glück bezeichnet wird.

Doch denke ich, dass Glück als solches missverstanden wird. Oder missinterpretiert. Zufriedenheit, wie es mal eine ehemalige (!) Bekannte ausdrückte, auf die Frage hin, was sie im Leben suche bzw. von ihm erwarte, trifft es vielleicht schon eher. Eine persönlich Zufriedenheit mit sich selbst und den Dingen um einen herum. Glück ist … etwas ganz anderes. Dazu später mehr.

So nutzt sie also, die kreativen Nachtstunden, frei von den Fesseln des Alltags und frei von Lethargie, Resignation und Stagnation. Nutzt sie, so ihr könnt.

Oder habt ihr euch schon zu sehr eingewöhnt? Zu sehr eingenistet im „vor-sich-hinleben“? Seid ihr noch in der Lage, euch erneut umzudrehen und gegen den Strom zu schwimmen? Wieder das zu sein, was ihr sein könntet?

„Bedenke das du sterben wirst“, aber vergiss auch nicht, dass der einfache Weg nie der „richtige“ ist. Man sollte sich früh überlegen, wofür man seine Zeit nutzen will und wofür nicht.

Wieder so ein Tag

Heute ist es wieder einmal soweit: allgemeine Unzufriedenheit. Grundlose Unzufriedenheit, sollte ich hinzufügen. Wenn ich mein Leben im Ganzen betrachte, könnte – nein, sollte! – ich zufrieden sein. Verglichen mit vielen anderen geht es mir gut. Seit Jahren eine schöne eigene Wohnung mit funktionierendem Haushalt, der mich weder große Mühe noch Überwindung kostet – ich mag es, wenn mein Leben seine, meiner Definition nach, geordneten Bahnen um mich zieht.

Auch beruflich – wenn man hier auch (noch) nicht von „Karriere“ sprechen kann – geht alles seinen Weg. Zurück zu meinen Wurzeln im grafischen Gewerbe; gestalterische Aufgaben an denen ich gleichzeitig meine Kreativität ausleben kann, was dringend notwendig ist um zufrieden zu sein. Oder, um es mit den Worten einer ehemaligen (?) Freundin zu sagen: „… bevor mir der Kopf platzt!“. Wenn alle Anderen montagmorgens mürrisch an ihr Tagewerk gehen kann ich guten Gewissens Photoshop starten und werde sogar dafür bezahlt!

Privat … OK, zugegeben ein erst vor kurzem wieder reaktivierter Teil meines Lebens. Eigentlich habe ich immer mein Privatleben vor alles Andere gestellt. Anfang des Jahres, nach meiner vorletzten „Beziehung“ (die wohl eher eine ausgedehnte Affäre war), sank mein Interesse gegen Null. Resultat war Resignation und eine Sinnkrise gefolgt von einer Identitätskrise. Trotzdem geht es immer irgendwie weiter. Nun, frisch vergeben und auch wieder mit positiverer Einstellung und ohne Leute die man weder als Freunde, Bekannte oder Kollegen definieren kann, geht es steil bergauf bzw. auf das ursprüngliche Niveau zurück.

Und trotzdem … wieder ist da diese sporadisch auftretende Unzufriedenheit, deren Grund man nie erkennen kann und von der ich jetzt schon weiß, dass sie nur vorübergehend ist. Man ist unzufrieden mit sich selbst und allen und allem anderen. Und wieder gibt es auch keine andere Möglichkeit als es zu durchleben und diese Phase abzuwarten.

Nicht wirklich zufrieden stellend. Aber das beinhaltet der Status „allgemeine Unzufriedenheit“ ja eigentlich schon.

Am Anfang war …

… der Wunsch. Nach mehreren Anläufen für Webprojekte bin ich nun also Blogger. Vor kurzem noch eigene Domain und Webspace, Joomla!-CMS, PHP und MySQL … nun ein fremdgehostetes Blog-System.

Ich habe festgestellt, dass das Verhältnis zwischen dem technischen Aufwand und dem Konzept bei vielen Projekten im Internet – vor allem, wenn man sie allein betreibt! – einfach in keinem zufrieden stellenden Verhältnis zueinander steht. Und ich bin eher eine inhaltsorientierte Person, sprich, mehr Autor als Techniker (zumindest, was Internettechnologie angeht; bei Computertechnologie sieht das schon wieder ganz anders aus). Und obwohl ich natürlich auch den vorherigen Rahmen hätte fortführen können, habe ich mich nun hierzu entschlossen. Letztendlich war das vorherige Projekt wohl auch mehr als ich eigentlich wollte. Hinterher ist man immer schlauer … das nutzt einem vorher nur leider nichts. ;-)

Lange Rede kurzer Sinn: hiermit starte ich nun also offiziell meinen eigenen persönlichen Blog!

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