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So oder so ähnlich würde man das ausdrücken können.
„Das Phoenix-Prinzip“ wäre auch ein möglicher Name für diesen Beitrag. Vielleicht kann der Eine oder die Andere sich schon etwas beim Titel im Kontext mit den ersten Sätzen denken. Vielleicht aber auch nicht. Also fange ich ganz von vorne an: es war ein Gestern, aus heutiger Sicht …
… und zwar das gestrige Gestern, wie ihr sicherlich schon vermutet. Ein Tag von denen, die es eigentlich nicht geben sollte. Nicht geben in sofern, dass er eigentlich nicht stattfand und somit ein wenig Lebenszeit sinn-frei verschwendet wurde. Da mir aber Effizienz und innere Ausgeglichenheit wichtig sind, kann ich so etwas nicht akzeptieren.
Ich saß den ganzen Tag in meinem Arbeitszimmer. „Herum“, sollte man noch hinzufügen, muss man aber nicht. Genau so sah auch mein Plan für gestern aus: ich hatte keinen. Die meiste Zeit habe ich darauf verschwendet, mir zu überlegen, was ich tun könnte. Ich hätte lesen können, musste ich aber nicht. Ich hätte etwas spielen können, musste ich aber nicht. Ich hätte schreiben können, musste ich aber nicht. Ich hätte lernen können … merkt ihr was? Kennt jemand dieses Szenario, wenn man nach der Arbeit nach Hause kommt und weiß, man hat noch so und so viele Stunden zeit, bis man schlafen gehen muss, die man möglichst effektiv nutzen möchte, aber die meiste zeit darauf verschwendet, darüber nachzudenken, wie man das anstellt anstatt einfach mit irgend etwas erst mal anzufangen? Nein? Whatever.
Ihren besonders bizarren Charakter bekam die Situation vor allem dadurch, dass ich mit einem neuen Rechner und einem ganzen Haufen neuer Technik dort saß und eigentlich von der ersten bis zur letzten Minute des Tages hätte beschäftigt sein müssen. Wer mich kennt, weiß, da ich eine extrem hohe Technik-Affinität habe; das aber nur erklärend am Rande. Trotzdem war ich gestern nicht wirklich mit etwas beschäftigt. Abgesehen davon, dass hier ein anderes Prinzip greift, welches die Schwierigkeit beinhaltet, sich für eine Sache zu entscheiden, wenn man viele gleichwertig positive Optionen hat (ja, manchmal bin ich sehr entscheidungs… „unfreudig“), war gestern einfach die Luft raus, um es auf den Punkt zu bringen.
Nach einer gefühlten Ewigkeit entschloss ich mich erstaunlicherweise für etwas, was ich schon einige Zeit zu lang – wie ein paar andere Dinge – vor mir herschiebe: Training. In meinem Fall bedeutet das Krafttraining. Und, was soll ich sagen? Es hat funktioniert! Kaum war ich mit dem Training, was sich im Rahmen hält, wenn ich nach längerer Zeit wieder anfange, fertig, schlugen meine Lebensgeister wieder artig Funken.
Was hat das alles aber nun mit dem Thema dieses Beitrags zu tun? Ganz einfach: nachdem ich mein „Leben“ , gemeint ist in diesem Fall der private Teil, im letzten Zeit-Jahr auf ein Minimum zurückgefahren habe, viel mir zum ersten mal wieder auf, dass ich es besser haben könnte. Und das etwas fehlt. Und ich auch etwas vermisse. Daher habe ich mir direkt vorgenommen, wieder aufzunehmen, was ich habe fallen lassen.
Und, seien wir ehrlich: so etwas kostet Mühe! Aber eigentlich nehme ich das mit einer Zufriedenheit zur Kenntnis, die man normalerweise erst beim Ergebnis empfinden sollte. Aber ich bin Zwilling; der Weg ist mein Ziel. Und ich habe wieder etwas, dass mich fordert und das ich nicht einfach mal so eben erledigen kann. Also werde ich mich wieder aktiver mit den Menschen um mich herum befassen, wieder mehr ausgehen, wieder mehr aktive Tätigkeiten machen, beim Training bleiben (für meinen Geschmack kann meine Figur das definitiv vertragen, ihr Querulanten! „Gut“ ist nie „gut genug“!), und so weiter und so fort.
Schauen wir mal, wie das nun wird …